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Eine Grossbaustelle in
Oberhof erwartete die ausgewählten Pressevertreter, um einen ersten
Blick auf und in die neuen Skihalle zu werfen. "Skihalle" zu sagen,
darauf legt der neuen Geschäftsführer der Betreibergesellschaft
Oberhof Sportstätten GmbH Herr Jan Völler, großen Wert. "Tunnel
klingt immer so nach enger Röhre", meinte er in einem Gespräch.
Diese Skihalle ist
wirklich keine Röhre: helles Licht, hoch gebaut, breit Wege, 30 cm
Schnee und auf und ab geht es - richtig, für die Langläufer!
Deutschlands erste Skihalle für Langläufer ist hier in 13 Monaten
Bauzeit entstanden. Hier
stößt sich kein 2 Meter Langläufer den Kopf an der Decke, wie an
manchen Stellen in der
finnischen "Röhre"
Vuokatti.
Offizielle Einweihung
und Eröffnung ist am 24.8.2009. Dann steht die 2 Km Langlaufstrecke
Amateur- und Profilangläufer zur Verfügung. Erste Tests mit Profis
der Biathlon Damen Nationalmannschaft wurden gerade durchgeführt, um
eine optimale Abstimmung zwischen Schneebeschaffenheit und
Lufttemperatur (z.Z. zwischen -2 und -3 Grad) zu erforschen. 4
Schneekanonen erzeugen auf Wunsch neuen Schnee, der von
Pistengeräten auf der Loipe verteilt wird. An der optimalen
Präparation der Schneedecke wird noch gearbeitet, mit dem Ziel,
wirklich Winter ähnliche Bedingungen zu bekommen.
Zumindest die Top Damen
Biathlon Mannschaft war begeistert. In der Pressekonferenz teilte
Kati Wilhelm mit, froh zu sein, nicht mehr so oft zum Training nach
Skandinavien reisen zu müssen, "denn wir reisen im Winter schon viel
zu viel in der Welt herum".
Anspruchsvoll ist die
Langlaufstrecke schon. 25 Meter Steigungen von max. 12 % und
Loipenbreiten von 8 bis 16 Meter erlauben bis zu 200 Langläufern
gleichzeitig aktiv die Runde zu drehen.
Nach 13 Monaten Bauzeit
soll dann nach der großen Eröffnungsparty am 29.08.09 endlich der
öffentliche Betrieb aufgenommen werden. Eine Stunde kostet 14 €, der
Tag 35 €, Familienkarte (Eltern mit eigenen Kindern) für ein Stunde
35 € und eine Familientageskarte wird 70 € kosten.
Über die Höhe der
Baukosten gibt es nur grobe Zahlen (angeblich mehr als 12,5 Mio.
Euro) zu berichten, aber ob dieses "deutsche Prestigeobjekt" für die
Top Athleten im Langlauf und Biathlon je profitabel sein wird, ist
mehr als fraglich. Gut, dass der Hauptanteilseigner das Land
Thüringen ist. Spätestens dort werden die hohen Anlaufverluste der
nächsten Jahre "aufgefangen".
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