|
Ein gut gelauntes
Berliner Publikum sah am Sonntag, wie der Snowboarder Seb Toutant
(CAN), der Freeskier Henrik Harlaut (SWE) und der Skateboarder Jean
Postec (FRA) sich den Titel «freestyle.champ» in ihren Disziplinen
holten. 13 000 Besucher, Live-Konzerte sowie Afterparties mit coolen
DJs und spektakuläre Freestyle-Action verwandelten den Flughafen
Berlin-Tempelhof von Freitag bis Sonntag in eine einzigartige
Freestyle-Arena.
Während
drei Tagen erlebten 13 000 Zuschauer auf dem Flughafen
Berlin-Tempelhof hochklassige Wettkämpfe, atemberaubende FMX-Action
bei der Swatch FMX Show und tolle Live-Musik sowie coole
Afterparties. Bei guter Stimmung animierten die Aussteller in der
Label World die Besucher mit kreativen Gewinn- und
Geschicklichkeitsspielen zum Mitmachen. Das Berliner Publikum war
begeistert und weiss nun, was es bei freestyle.berlin zu erleben
gibt. Jedoch muss sich der Event noch etablieren. «freestyle.berlin
hat bewiesen, dass unser Konzept auch ausserhalb der Schweiz
funktioniert», meint der zufriedene OK-Präsident Erwin Flury. «Die
Resonanz seitens der Partner, Sponsoren, Medien und vor allem der
Zuschauer war sehr positiv. Der Mix aus Freestyle-Action mit den
weltweit besten Athleten, starken Live-Konzerten und den neusten
Trends in der Label World bewährt sich auch hier.»
freestyle.champs Berlin
Am Sonntag traten
die Finalisten auf Snowboards, Freeskis und Skateboards zuerst in
den Finals gegeneinander an. Jeder Athlet griff nochmals tief in die
Trickkiste und wollte zuoberst aufs Treppchen steigen. In jeder
Disziplin kämpften die erfolgreichsten vier Athleten im Superfinal
um den Titel«freestyle.champ Berlin». Die live im TV
übertragenen
Superfinals der drei Kategorien sowie
die Swatch FMX Show fanden alle innerhalb einer Stunde statt und
sorgten so für einen hochklassigen Abschluss.
Der
König der Vertramp
Bei den
Skateboardern
hiess es einmal mehr «alt gegen jung». Der Sieger der Qualifikation,
Jean Postec aus Frankreich, gab das Zepter nicht mehr aus der Hand.
Der 24-Jährige rockte die Vertramp und zeigte unter anderem einen
Tailgrab 540 und einen Sugarcane. US-Boy Adam Taylor, erst 20 Jahre
jung, fuhr mit modernen, sehr technischen Runs gespickt mit Rodeos
auf den zweiten Rang. Publikumsliebling Sandro Dias aus Brasilien
zeigte zwar spektakuläre Sprünge, stürzte jedoch in beiden Runs und
fuhr auf Rang drei. Der Australier Renton Millar konnte seine
bisherigen Leistungen nicht bestätigen und wurde Vierter. «Ich bin
froh, dass es so knapp zum Sieg gereicht hat und freue mich auf
jeden Fall riesig darüber», sagte ein glücklicher Jean Postec.
Schwedisch-amerikanisches Freeski-Duell
Auf dem Big Air
kam es zu einer sehr knappen Entscheidung: Der Amerikaner Sammy
Carlson, aktueller «freestyle.champ Zürich», und der 18-jährige
Henrik Harlaut aus Schweden machten das Rennen unter sich aus. Ihre
Action war beste Freeski-Werbung,
mit einem wahrhaftigen Double Cork 1260 Festival wurde den
Zuschauern Freestylesport der Extraklasse geboten. Der Einzige aber,
der diesen anspruchsvollen Sprung stehen konnte, war der Schwede
Harlaut. Carlson musste sich nach minimalem Rückstand mit dem
zweiten Platz zufrieden geben.
Auf den weiteren Plätzen folgten US-Publikumsliebling TJ Schiller
und der schwedische Sunnyboy Jacob Wester.
Die Überflieger der Swatch FMX Show

Zwischendurch konnten die FMX-Piloten in der Swatch FMX Show zeigen,
was Airtime ist. Mit den
Deutschen Kai
Haase, Stefan Bengs und Sebastian «Busty» Wolter, dem Schweden
Daniel Bodin und Superstar Mat Rebeaud aus der Schweiz war
sichergestellt, dass die Zuschauer beste FMX-Action zu sehen
bekommen. Mit waghalsigen Sprüngen und sogenannten Trains wie in
Schwerelosigkeit wurden die Zuschauer während allen drei Tagen ins
Staunen versetzt. Rebeaud liess den Zuschauern mit seinen
Backflip-Kombinationen das Blut in den Adern gefrieren, während
Oldschooler Wolter immer wieder mit dem Berliner Publikum spielte
und die Blicke mit seinem unverkennbaren Style auf sich zog.
Snowboarder bringen das Publikum zum Ausflippen
Der Sonntag war
der Tag des Sebastien Toutant. Mit einem an Perfektion grenzenden
Sprung errang der erst 16-jährige Kanadier den Titel des ersten «freestyle.champ
Berlin» der Diszplin Snowboard. Den Judges blieb gar nichts anderes
übrig, als seinen einwandfreien Backside 1080 Double Cork mit dem
höchsten Score zu werten. Das Publikum dankte ihm den smoothen
Sprung mit tosendem Applaus. Dem Finnen Eero Ettala, der Toutant vor
zwei Wochen in Zürich noch auf den zweiten Platz verwies, reichte es
dieses Mal nur für Rang zwei. Dritter wurde Peetu Piiroinen,
ebenfalls aus Finnland, der den Contest zuvor dominiert hat. Der
Schweizer Showman Iouri Podladtchikov qualifizierte sich mit einem
One Foot als Dritter für das Superfinale. Dort konnte er nicht mehr
an seine Leistung anknüpfen und wurde Vierter.
Elias Elhardt ist erster «crossover.champ Berlin»
Die
Menge tobte während dem einzigartigen, disziplinenübergreifenden
Showwettkampf und peitschte die Athleten zu spektakulären Tricks an.
Am Ende waren es noch vier Vertreter aus drei
Disziplinen:
Skateboard-König
Sandro Dias aus Brasilien, der Schweizer FMX-Star Mat Rebeaud sowie
die Snowboarder Seb Toutant aus Kanada und Elias Elhardt aus
Deutschland. Doch auch wenn es zu einem Zusatz-Voting zwischen
Rebeaud und Elhardt kam, war gegen den soliden Double Cork Backside
1080 des 22-jährigen Deutschen kein Kraut gewachsen. Das Publikum
hatte sich entschieden und gab ihm seine Stimme. Der erste «crossover.champ
Berlin» heisst verdient Elias Elhardt! freestyle.ch Zürich, der
grösste Freestylesport-Event Europas, hat mit freestyle.berlin ein
würdiges Pendant bekommen. «Berlin ist eine Sportstadt. Ich finde es
wichtig, dass die deutsche Hauptstadt Platz für Trendsportarten
bietet. Nie hätte ich mir vorstellen können, Freestylesport auf dem
Tempelhof zu sehen. Früher flog ich ja noch selber hier ab – und
jetzt fliegen die Athleten», so Dr. Thomas Härtel, Berliner
Staatssekretär für Sport.

Weitere
Informationen gibt es auf
www.freestyleberlin.de
|