25.11.2009
 
Schneelage auf der Saslong "pending"
 
Warten auf den nächsten Kälteeinbruch
 

Am 18.- und 19. Dezember stehen wieder zwei hochkarätige Speed - Wettbewerbe auf dem Programm. Am Freitag wird zum neunten Mal ein Super-G ausgetragen, am Samstag zum 48. Mal der klassische Abfahrtslauf. Der Start erfolgt an beiden Tagen um 12.15 Uhr. Die Trainingsläufe finden am Mittwoch und Donnerstag statt, die erste Mannschaftsführersitzung am Dienstag, um 20 Uhr. Das Preisgeld für die beiden Weltcuprennen beträgt insgesamt 136.000,00 Euro (70.000 € Abfahrt, 66.000 € Super-G).
 
Rund 330 Medienvertreter werden im Dezember in Gröden erwartet. Die beiden Rennen werden von mehr als 40 TV-Anstalten übertragen und, laut Schätzungen, von rund 300 Millionen Zuschauern weltweit am Bildschirm verfolgt. Gröden hat in 42 Jahren insgesamt 66 internationale Damen- und Herrenrennen ausgetragen. In Gröden wurden seit 1969 insgesamt 66 Weltpokalrennen (WM 1970 und Kombination inbegriffen) ausgetragen. Auf der Saslong haben 55 Speed-Wettbewerbe stattgefunden. Davon 47 Abfahrten und acht Super-G's.

Im  Abfahrtslauf haben 32 Athleten aus neun Nationen gewonnen. Darunter befinden sich Mehrfachsieger, wie Kristian Ghedina, Franz Klammer, Antoine Deneriaz, Michael Walchhofer, Peter Müller, Rob Boyd oder Helmuth Höflehner. 2004 hat mit Max Rauffer zum ersten Mal ein Deutscher Athlet gewonnen. 2005 landete der Lichtensteiner Marco Büchel, auf verkürzter Strecke, seinen ersten Abfahrtssieg und 2006 war erstmals der Amerikaner Steven Nymann erfolgreich. 2007 und 2008 gewann der Österreicher Michael Walchhofer. Walchhofer hatte bis zu seinem ersten Sieg auf der Saslong vier zweite Plätze auf seinem Konto. Didier Cuche verpasste 2007 den ersten Schweizer Abfahrts-Erfolg seit 1992 (William Besse) um zwei Hundertstelsekunden und wurde Zweiter. In der Super-G-Wertung führt die Schweiz mit drei Siegen vor Österreich mit zwei.

Mit dem Wärmeinbruch der letzten zwei Wochen konnte die Saslong nicht beschneit werden. Bis zur Einfahrt Ciaslat ist die Schneedecke (Natur- und Kunstschnee) dennoch größtenteils  gleich geblieben.

Von Ciaslat bis ins Ziel ist sie hingegen erheblich zurückgegangen. Der Wärmeinbruch ist auf die sogenannte thermische Inversion zurückzuführen. Dies bedeutet, dass  in Höhenlagen wärmere Temperaturen herrschen als in den Tallagen. So waren beispielsweise vor einigen Tagen am Start der Weltcup-Abfahrt in 2600 m Höhen +10°C, während im Ziel auf 1400 m + 1°C gemessen wurde. Dass oben dennoch mehr Schnee liegt, als im unteren Streckenbereich ist darauf zurückzuführen, dass im oberen Teil vor einigen Wochen mehr Schnee gefallen ist. Laut Vorhersage ist am Donnerstag mit dem nächsten Kälteeinbruch zu rechnen. Dadurch sollte der Einsatz der Schneekanonen wieder möglich sein.

Die Beschneiung hatte Anfang November mit dem ersten Kälteeinbruch begonnen. Rund 60 Kanonen standen zwei Tage lang im Einsatz.  Beschneit wurde die Saslong von der Mittelstation Sochers abwärts bis ins Ziel, wo Temperaturen von -6 Grad Celsisus herrschten. Wichtig für die Schneeproduktion ist das richtige Verhältnis zwischen Kälte und Luftfeuchtigkeit. Bereits Ende Oktober wurden von den Mitarbeiter der Liftgesellschaft Saslong zwei Testläufe für die Beschneiung durchgeführt.

 

Weitere Infos unter:
http://www.saslong.org/?pagid=17&lang=deu

 

Quelle: (Text: Pressestelle Gröden   - Bild: Pressestelle Gröden )

 

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