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Skivergnügen Carving
... die Rückkehr des Skivergnügens
Auch in dieser Saison setzen Carver wieder zum Großangriff
auf Europas Skipisten an. Zusammen mit den Snowboardern werden die Carving-Fans
dem klassischen Skilauf eine Frischzellentherapie verpassen, die diesem
Traditionssport neues Leben einhauchen wird. Keine Panik, auch den älteren,
klassischen Skiläufern wird zu neuem Fahrgefühl verholfen, ohne
gleich auf`s Snowboard umsteigen zu müssen.
Die
Rückkehr des totalen Skivergnügens - in diesem Winter wieder
angesagt.
Der
Carving-Ski ist kein Wunderski, er sorgt einfach für ein neues Fahrgefühl.
Carving heisst, die Schwünge extrem auf der Kante zu ziehen. Die
neuen Ski bringt man leicht auf die Kante und zieht den Schwung wie auf
einer Schiene. Der Carving-Effekt wird durch stärkere Kurvenlage
noch verstärkt.
Carving
verlangt grundsätzlich keine neue Technik im Skilauf, aber eine Umstellung.
Sportliche Skifahrer können die Vorzüge des Carving optimal
ausnutzen, an steilen und engen Hängen können allerdings Schwierigkeiten
auftreten.
Anfänger
und Durchschnittsfahrer können mit manchen Carving-Ski Schwierigkeiten
bekommen, weil die Ski für den Kanteneinsatz gebaut sind und keine
guten Rutscheigenschaften besitzen. Bei nicht genauer Skiführung
kann es zum Verschneiden kommen und Stürze sind vorprogrammiert.
Für
sportliche Fahrer ist der Carving-Ski eine Herausforderung gegenüber
normalen Alpin-Ski und nicht nur als Ergänzung tauglich.
2.
Ergonomie
Wissenswertes
berichtet "Fun Factory", eine Arbeitsgruppe firmenneutraler
Wintersportspezialisten.
Das
Wichtigste vorab: Carving geht alle an. Das Schwingen erlebt sich als
völlig neue Welt. Carving-Ski bringen Fahrern Riesenfortschritte
bis hin zu sicherer und besserer Skitechnik. Manche Skifahrer können
sich aber auch ärgern.
Anders
ist zunächst `mal die Form des Ski. Während Carving-Ski in der
Mitte die schmale Form ihrer Vorgänger beibehalten haben, sind sie
an der Schaufel und am Skiende in die Breite gegangen, um jeweils zehn
bis 20 Millimeter, je nach Modell.Taillierung nennen Fachleute den Verlauf
der Skiform von der breitesten Stelle an der Schaufel über die dünnste
in der Skimitte bis wieder zur breitesten am Skiende.
Die
Taillierung ist in etwa mit dem Schwungradius identisch, den ein Ski fährt,
wenn man ihn nur aufkantet, ohne zusätzliche Aktionen für die
Skidrehung auszuführen.Das mussten Skifahrer bisher aber tun. Denn
die bislang üblichen Taillierungen lagen im Bereich von rund 45 Metern,
die von Riesenslalom-Rennski bei 35 Metern und mehr. Die Taillierungen
von Carving-Ski häufen sich zwischen 15 und 25 Metern, extrem geformte
Ski erreichen theoretische Schwungradien von rund zehn Metern.
Vorteil:
Die Radien des Schwunges und des Ski stimmen überein. Der Fahrer
braucht den Ski nur aufkanten, schon fährt der Ski fast wie von selbst
durch die Kurve.
Nicht
nur die unterschiedliche Bandbreite der angebotenen Taillierungen erweitert
das Spektrum der Fahreigenschaften. Über unterschiedliche Streifigkeiten,
Dämpfungswerte und weiterer konstruktiver Massnahmen kann ein Skuhersteller
das von ihm gewünschte Fahrverhalten steuern.
4.
Länge der Ski
Welche
Länge ist die Richtige ?
Das
Fahrverhalten eines Ski hängt von seiner Länge ab:
·
Je länger der Ski, desto laufruhiger und besser seine Führung
in der Kante
· Je kürzer der
Ski, umso wendiger
· Je kürzer der Ski, umso stärker
die Taillierung und grösser der Carving-Effekt.
Die grundsätzliche Länge -ob Frau oder Mann - beträgt 190
Zentimeter, die individuell richtige Länge hängt von der e igenen
Zielrichtung ab.
Ski-Neulinge,
die in anderen Sportarten auch aktiv sind und nicht ängstlich können
mit Carving-Ski einen schnellen Start machen.
Die normale Einstiegslänge von 180 Zentimetern und moderater Carving-Taillierung
(20-25 Meter) kommt genauso in Frage, wie ein kurzer Ski (ca. 160 Zentimeter),
auch wenn diese extem tailliert sind (zehn bis 15 Meter).
Die
richtige Skilänge ist geschwindigkeitsabhängig.Schnelle Fahrer
bevorzugen zur Basislänge noch zehn bis 15 Zentimeter mehr Skilänge.
Für
rücksichtsvolle und vorsichtige Skifahrer gilt:Basislänge minus
fünf bis zehn Zentimeter.Für alle, die mehr Fun aus Ihren Ski
kitzeln wollen, die das Spiel mit der Zentrifugalkraft suchen - die mit
enger werdenden Schwungradien anwächst - werden zu einem extrem taillierten
und damit vielleicht auch zu einem relativ kurzen Ski greifen.
Skifahrer,
die das "ökonomische Schwingen" genießen, sind mit
moderat taillierten Carving-Ski in der Basislänge gut bedient.
"Skifahrer
sollten die richtige Länge der Ski auswählen, die zu ihrem Fahrkönnen
und ihren Ansprüchen passen.Nur so können sie wesentliche Vorteile
nutzen".
Neben
dem Spaß, Kurven auf der Kante zu ziehen, sei hier noch die wesentliche
Erleichterung der Skidrehung zu nennen, die den Fahrspaß ausmacht.Das
Fahren auf der Kante mache zudem die Pisten sicherer, weil die Fahrer
ihre Ski besser unter Kontrolle haben. Die grössere Lauffläche
verringere das Einsinken im Tiefschnee und in schwer drehbaren Schneearten.
Fahrkönnen
der Skifahrer muß zum Carving-Ski passenWenn die Fahreigenschaften
eines Ski nicht dem Fahrkönnen eines Skifahrers angepasst sind, kann
es zu Problemen kommen.Fahrer können überfordert sein, wie beim
klassischen Skilauf auch.
Stark
taillierte Ski fordern einen höheren Kraft - und Technikaufwand,
wenn es darum geht, engere Kurven als den Taillierungsradius zu fahren,
wie es beim Kurzschwingen,in Steilpassagen oder beim Bremsen der Fall
ist. Viele Skifahrer werden aufgrund einer nicht ausgefeilten Technik
eine Mischform aus Kanten und Driften nutzen. Auch für sie sollte
das Fahrverhalten der Carving-Ski so ausgelegt sein, daß es den
Wechsel von gekanteten und gedrifteten Schwungphasen nicht erschwert.
Die meisten Modelle tun dies auch nicht.
Durch
die ansteigende Zentrifugalkraft konmt es beim Carving zu ungewöhnlich
höheren Beanspruchung der Muskeln. Wer keinen Muskelkater oder schlimmeres
befürchten will, sollte Kondition und Ausdauer stärken.
5.
Beförderungsprobleme
Ärgerlich,
dass manche Ski an ihrem Ende so breit sind, daß sie nicht in die
Skihalter von Umlaufseilbahnen passen. Wenn möglich, können
die Ski in der Bahn verstaut oder mit der Materialgondel transportiert
werden.
6.
Eignung
Gibt
es Fahrer, die fürs Carving nicht geeignet sind ?
"Ja,
reine Kurzschwungfans und Skifahrer, die sich vorwiegend am Spoiler ihrer
Skischuhe anlehnen. Solche Fahrer haben häufig Probleme mit der Laufruhe
ihrer Ski". Da das Aufkanten der Ski durch eine breite Ski-und Beinposition
verbessert wird, seien klassische "Brettl-Ästheten" nicht
fürs Carving geeignet, sofern sie nicht bereit sind, sich mit neuen
Fahrformen auseinanderzusetzen.
"Der
Skisport erlebt eine neue Leichtigkeit und Faszination, die unmittelbar
und unabhängig vom Fahrkönnen realisiert werden können.
Kreativität, Rythmus, Bewegungsfluss werden zu wesentlichen Bestandteilen
des Skiunterrichts.
"Carving
ist für alle da, nicht nur für flippige Skifreaks oder Rückkehrer
vom Snowboard kommen auf ihre Kosten.Anfänger oder sicherheitsbewußte
Skifahrer sollten diesen Fun genauso erleben, wie Spaßskifahrer,
die mit extremen Kurvenlagen experimentieren oder Genußfahrer, die
einfach Spaß am stark taillierten Ski haben.
7. Carving Tips
1. den Kopf frei machen und nicht an alten Techniken festhalten
2. Offene Beinstellung (hüftbreit)
3. extremes Aufkanten
4. Gewicht gleichmäßig auf den ganzen Fuß verteilen
5. Möglichst wenig Hoch-Tief-Bewegung
6. der ganze Körper begleitet die Ski im Schwungsinn
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