CARVING: BASICS
 
Schwünge der Extraklasse

Carving bedeutet soviel wie "schneiden". Im Funsport ist damit eine Art des Skifahrens gemeint, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Gefahren wird dabei auf speziellen Carving-Skiern auf der Kante des Skis; damit besteht die Möglichkeit, Schwünge zu machen, die scharf wie Schnitte sind.

Der Carving-Ski hat eine breite Schaufel, läuft in der Mitte schmal zusammen und wird am Ende wieder breit. Mit seiner "schlanken Taille" ermöglicht er enge Schwungradien und das perfekte Schneiden von Kurven.

Böse Zungen behaupten zwar, dass Carven ganz easy sei und eigentlich nur eine andere Art des Skifahrens... Aber wer einmal den Carvern zugeschaut hat, wie sie in vollem Tempo und mit galanten Schwüngen auf der Ski-Kante über die Hänge brezeln, weiß, dass das auf konventionellen Skiern unmöglich ist.

Aufgrund der veränderten Ski-Bauweise werden hohe Anforderungen an den Läufer und seine Technik gestellt; der Ski entwickelt starke Selbststeuerungskräfte, die entsprechendes Können erfordern.

Mittlerweile gibt es verschiedene Disziplinen: Tiefschnee-Carven, Fun-Carven und Carven pur, auch Renn-Carven genannt. Im Renn-Carven werden Wettbewerbe und Meisterschaften ausgetragen.

  PISTENZAUBER-CARVING :

1. Innovation
2. Skivergnügen
3. Ergonomie
4. Welche Länge
5. Beförderungsprobleme
6. Eignung
7. Carving Tips
  1. Innovation

Überwaltigende Innovationen, die neue Radialtechnik und die neuen
Skitechnologie bieten:

· Leichtes und schnelles Lernen
· Ökonomisches und verträgliches Fahren
· Sportliches und kraftvolles Fahren
· Kühnes und souveränes Skifahren
· Gleiche Technik im Freizeit- wie im Rennbereich
· Neue Basis für Talentförderung von Kindheit an

  2. Skivergnügen

Carving ... die Rückkehr des Skivergnügens

Auch in dieser Saison setzen Carver wieder zum Großangriff auf Europas Skipisten an. Zusammen mit den Snowboardern werden die Carving-Fans dem klassischen Skilauf eine Frischzellentherapie verpassen, die diesem Traditionssport neues Leben einhauchen wird. Keine Panik, auch den älteren, klassischen Skiläufern wird zu neuem Fahrgefühl verholfen, ohne gleich auf`s Snowboard umsteigen zu müssen.

Die Rückkehr des totalen Skivergnügens - in diesem Winter wieder angesagt.

Der Carving-Ski ist kein Wunderski, er sorgt einfach für ein neues Fahrgefühl. Carving heisst, die Schwünge extrem auf der Kante zu ziehen. Die neuen Ski bringt man leicht auf die Kante und zieht den Schwung wie auf einer Schiene. Der Carving-Effekt wird durch stärkere Kurvenlage noch verstärkt.

Carving verlangt grundsätzlich keine neue Technik im Skilauf, aber eine Umstellung. Sportliche Skifahrer können die Vorzüge des Carving optimal ausnutzen, an steilen und engen Hängen können allerdings Schwierigkeiten auftreten.

Anfänger und Durchschnittsfahrer können mit manchen Carving-Ski Schwierigkeiten bekommen, weil die Ski für den Kanteneinsatz gebaut sind und keine guten Rutscheigenschaften besitzen. Bei nicht genauer Skiführung kann es zum Verschneiden kommen und Stürze sind vorprogrammiert.

Für sportliche Fahrer ist der Carving-Ski eine Herausforderung gegenüber normalen Alpin-Ski und nicht nur als Ergänzung tauglich.

2. Ergonomie

Wissenswertes berichtet "Fun Factory", eine Arbeitsgruppe firmenneutraler Wintersportspezialisten.

Das Wichtigste vorab: Carving geht alle an. Das Schwingen erlebt sich als völlig neue Welt. Carving-Ski bringen Fahrern Riesenfortschritte bis hin zu sicherer und besserer Skitechnik. Manche Skifahrer können sich aber auch ärgern.

Anders ist zunächst `mal die Form des Ski. Während Carving-Ski in der Mitte die schmale Form ihrer Vorgänger beibehalten haben, sind sie an der Schaufel und am Skiende in die Breite gegangen, um jeweils zehn bis 20 Millimeter, je nach Modell.Taillierung nennen Fachleute den Verlauf der Skiform von der breitesten Stelle an der Schaufel über die dünnste in der Skimitte bis wieder zur breitesten am Skiende.

Die Taillierung ist in etwa mit dem Schwungradius identisch, den ein Ski fährt, wenn man ihn nur aufkantet, ohne zusätzliche Aktionen für die Skidrehung auszuführen.Das mussten Skifahrer bisher aber tun. Denn die bislang üblichen Taillierungen lagen im Bereich von rund 45 Metern, die von Riesenslalom-Rennski bei 35 Metern und mehr. Die Taillierungen von Carving-Ski häufen sich zwischen 15 und 25 Metern, extrem geformte Ski erreichen theoretische Schwungradien von rund zehn Metern.

Vorteil: Die Radien des Schwunges und des Ski stimmen überein. Der Fahrer braucht den Ski nur aufkanten, schon fährt der Ski fast wie von selbst durch die Kurve.

Nicht nur die unterschiedliche Bandbreite der angebotenen Taillierungen erweitert das Spektrum der Fahreigenschaften. Über unterschiedliche Streifigkeiten, Dämpfungswerte und weiterer konstruktiver Massnahmen kann ein Skuhersteller das von ihm gewünschte Fahrverhalten steuern.

4. Länge der Ski

Welche Länge ist die Richtige ?

Das Fahrverhalten eines Ski hängt von seiner Länge ab:

· Je länger der Ski, desto laufruhiger und besser seine Führung in der Kante
· Je kürzer der Ski, umso wendiger
· Je kürzer der Ski, umso stärker die Taillierung und grösser der Carving-Effekt.

Die grundsätzliche Länge -ob Frau oder Mann - beträgt 190 Zentimeter, die individuell richtige Länge hängt von der eigenen Zielrichtung ab.

Ski-Neulinge, die in anderen Sportarten auch aktiv sind und nicht ängstlich können mit Carving-Ski einen schnellen Start machen.

Die normale Einstiegslänge von 180 Zentimetern und moderater Carving-Taillierung (20-25 Meter) kommt genauso in Frage, wie ein kurzer Ski (ca. 160 Zentimeter), auch wenn diese extem tailliert sind (zehn bis 15 Meter).

Die richtige Skilänge ist geschwindigkeitsabhängig.Schnelle Fahrer bevorzugen zur Basislänge noch zehn bis 15 Zentimeter mehr Skilänge.

Für rücksichtsvolle und vorsichtige Skifahrer gilt:Basislänge minus fünf bis zehn Zentimeter.Für alle, die mehr Fun aus Ihren Ski kitzeln wollen, die das Spiel mit der Zentrifugalkraft suchen - die mit enger werdenden Schwungradien anwächst - werden zu einem extrem taillierten und damit vielleicht auch zu einem relativ kurzen Ski greifen.

Skifahrer, die das "ökonomische Schwingen" genießen, sind mit moderat taillierten Carving-Ski in der Basislänge gut bedient.

"Skifahrer sollten die richtige Länge der Ski auswählen, die zu ihrem Fahrkönnen und ihren Ansprüchen passen.Nur so können sie wesentliche Vorteile nutzen".

Neben dem Spaß, Kurven auf der Kante zu ziehen, sei hier noch die wesentliche Erleichterung der Skidrehung zu nennen, die den Fahrspaß ausmacht.Das Fahren auf der Kante mache zudem die Pisten sicherer, weil die Fahrer ihre Ski besser unter Kontrolle haben. Die grössere Lauffläche verringere das Einsinken im Tiefschnee und in schwer drehbaren Schneearten.

Fahrkönnen der Skifahrer muß zum Carving-Ski passenWenn die Fahreigenschaften eines Ski nicht dem Fahrkönnen eines Skifahrers angepasst sind, kann es zu Problemen kommen.Fahrer können überfordert sein, wie beim klassischen Skilauf auch.

Stark taillierte Ski fordern einen höheren Kraft - und Technikaufwand, wenn es darum geht, engere Kurven als den Taillierungsradius zu fahren, wie es beim Kurzschwingen,in Steilpassagen oder beim Bremsen der Fall ist. Viele Skifahrer werden aufgrund einer nicht ausgefeilten Technik eine Mischform aus Kanten und Driften nutzen. Auch für sie sollte das Fahrverhalten der Carving-Ski so ausgelegt sein, daß es den Wechsel von gekanteten und gedrifteten Schwungphasen nicht erschwert. Die meisten Modelle tun dies auch nicht.

Durch die ansteigende Zentrifugalkraft konmt es beim Carving zu ungewöhnlich höheren Beanspruchung der Muskeln. Wer keinen Muskelkater oder schlimmeres befürchten will, sollte Kondition und Ausdauer stärken.

5. Beförderungsprobleme

Ärgerlich, dass manche Ski an ihrem Ende so breit sind, daß sie nicht in die Skihalter von Umlaufseilbahnen passen. Wenn möglich, können die Ski in der Bahn verstaut oder mit der Materialgondel transportiert werden.

6. Eignung

Gibt es Fahrer, die fürs Carving nicht geeignet sind ?

"Ja, reine Kurzschwungfans und Skifahrer, die sich vorwiegend am Spoiler ihrer Skischuhe anlehnen. Solche Fahrer haben häufig Probleme mit der Laufruhe ihrer Ski". Da das Aufkanten der Ski durch eine breite Ski-und Beinposition verbessert wird, seien klassische "Brettl-Ästheten" nicht fürs Carving geeignet, sofern sie nicht bereit sind, sich mit neuen Fahrformen auseinanderzusetzen.

"Der Skisport erlebt eine neue Leichtigkeit und Faszination, die unmittelbar und unabhängig vom Fahrkönnen realisiert werden können. Kreativität, Rythmus, Bewegungsfluss werden zu wesentlichen Bestandteilen des Skiunterrichts.

"Carving ist für alle da, nicht nur für flippige Skifreaks oder Rückkehrer vom Snowboard kommen auf ihre Kosten.Anfänger oder sicherheitsbewußte Skifahrer sollten diesen Fun genauso erleben, wie Spaßskifahrer, die mit extremen Kurvenlagen experimentieren oder Genußfahrer, die einfach Spaß am stark taillierten Ski haben.


7. Carving Tips

1. den Kopf frei machen und nicht an alten Techniken festhalten
2. Offene Beinstellung (hüftbreit)
3. extremes Aufkanten
4. Gewicht gleichmäßig auf den ganzen Fuß verteilen
5. Möglichst wenig Hoch-Tief-Bewegung
6. der ganze Körper begleitet die Ski im Schwungsinn

  Der Überblick zeigt, welche Skier zu Ihrem Fahrstil passen:

Easy-Carver
Zielgruppe: Einsteiger, Anfänger.
Mit diesem Ski fährt und lernt es sich nicht nur besser, er dreht auch leichter. Er unterstützt den Fahrer aktiv beim Schwung, gibt sicheren Kantengriff für untere bis mittlere Geschwindigkeiten. Durch die Taillierung (nur im vorderen Bereich) auch für klassische Ski-Technik geeignet.

Allround-Carver
Zielgruppe: Fortgeschrittene und Genuss-Skifahrer.
Der Ski passt auf jede Piste. Bei mittlerer Geschwindigkeit lässt er sich locker und leicht schwingen, gibt mehr Fun durch bessere Kantenkontrolle. Mit ihm kann jeder komfortabel die Kurven schneiden, der etwas Pepp in seinen Fahrstil bringen will.

Race-Carver
Zielgruppe: Sportlicher Fahrer, Rennläufer.
Wer schon immer mal im Stil der Weltcup-Stars wie auf Schienen in die Kurven ziehen wollte, hat mit einem Race-Carver richtig Fun. Schnelle, gezogene Schwünge mit Bestzeiten - kein Problem. Aufgepasst: Vorwiegend ein Ski für die Piste, diese Ski sind aber auch tiefschnee-tauglich.

 

 

 
 
 
 
 
 
 


 

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