CURLING
 
Disziplinen:

Zwei Mannschaften (Herren und Damen), bestehend aus je vier Spielern treten gegeneinander an.

Beim Curling handelt es sich um eine Art des Eisstockschießens, bei der zwei Mannschaften aus je vier Spielern einen 16 bis 20 kg schweren Stein möglichst nahe an ein Ziel gleiten lassen. Aus den drehenden Bewegungen, die der Stein auf seinem Weg zum Ziel macht, leitet sich auch der Name dieser Sportart ab.

Erste Belege für den Curling-Sport stammen aus dem Schottland des 16. Jahrhunderts. Dort war dieses Zielschießen auf Eis vor einigen hundert Jahren überaus populär und führte sogar zu einer Anklage wegen Frevel gegen den damaligen Bischof von Orkney, der selbst an hohen Feiertagen mit seinen Freunden dem Curling gefrönt haben soll.
Aus Schottland und England gelangte Curling im 19. Jahrhundert in die Schweiz, wo es zum Volkssport avancierte. Von dort verbreitete sich der Sport auch allmählich über ganz Europa.

 Ziel ist es, möglichst viele der aus Granit geschliffenen Steine in den Zielbereich zu beiden Enden der Eisbahn zu bugsieren. Zwei sogenannte Wischer können mit einem Besen nachhelfen und die Bahn des Steines beeinflussen. Als Sieger gilt jene der beiden Mannschaften, die bei einem Match mehr Punkte erreicht hat. Die Punkte ergeben sich aus dem Abstand des Curlingsteins zum Mittelpunkt des Zielbereichs.Wie erreicht man Punkte??
Obwohl der Curling-Sport eine relativ lange Geschichte aufweisen kann, wurde er bei olympischen Winterspielen immer wieder nur als Demonstrationssport vorgeführt und erst 1994 endgültig als eigene Disziplin ins Programm aufgenommen. Seit Nagano 1998 ist Curling für Männer und Frauen olympisch.


Curling - wie geht das?

Jede Mannschaft besteht aus vier Spielern, jeder Spieler hat 2 Steine, sodass während eines Durchgangs (End) acht Steine je Team auf dem Eis gespielt werden. Die Steine aus geschliffenem Granit sind ca. 20 kg schwer und werden abwechselnd von den beiden Mannschaften gespielt. Die jeweils siegreiche Mannschaft erhält einen Punkt für jeden Stein, der näher am Mittelpunkt des ca. 40 m entfernten Zielkreises (House) liegt als der nächstliegende Stein des Gegners.
In der Regel werden 8 Durchgänge (Ends) gespielt, bei Meisterschaften 10 Ends.

Bei der Abgabe des Steines ist in der Regel weniger Kraft als hohe Präzision notwendig. Hierzu darf der Spieler mit dem Stein bei der Abgabe fast 10 m mitgleiten (Sliden). Dafür hat ein Rechtshänder unter dem linken Schuh eine Gleitsohle, während er unter dem rechten Schuh eine griffige Gummisohle hat. Der Stein wird bei der Abgabe in eine leichte Drehbewegung ("CURL") versetzt. Durch diese Drehbewegung läuft der Stein nicht geradeaus, sondern beschreibt eine - vom Eis abhängige - parabolische Bahn.

Charakteristisch für diese Sportart sind die zwei wischenden Teamkameraden, die den aus der Abgabezone beim Sliden in Richtung House abgegebenen Stein in der Wischzone mit ihren Curlingsbesen begleiten und vor dem laufenden Stein wischen. Durch die Reibung erwärmt sich das Eis, erzeugt dabei einen hauchdünnen Wasserfilm, welcher sofort wieder friert und das Eis für kurze Zeit glatter macht, so dass der Stein weniger Widerstand findet und schneller wird. Die Angabe, wohin der Stein "gelegt" werden soll oder das Kommando zum Wischen, wird in der Regel vom Spielführer (Skip) der jeweiligen Mannschaft bestimmt.

Dieses Verhalten der Steine ermöglicht das Umspielen von Steinen und somit taktisches Spielen. Zum Spiel gehört das präzise Legen (Draw) der Steine genauso wie ein schnell gespieltes präzises Hinausspielen des gegnerischen Steins (Take-out) oder das Schützen der eigenen guten Steine durch kurze präzise "Guards". Die Taktik des Spieles gibt der erfahrenste Spieler an, der Skip des Teams.

Curling stammt ursprünglich aus Schottland und unterscheidet sich vom - mit ihm oft verwechselten - Eisstockschiessen wie das Schach- vom Damespiel.
Curling ist inzwischen eine Olympiasportart und wird im ältesten Club Deutschlands, dem CCD (Curling Club Düsseldorf) seit 1961 gespielt. Die Düsseldorfer Juniorinnen vertreten den Club vom 16.-19. Dezember 1999 in Geising bei Dresden auf der Deutschen Junioren-Curling Meisterschaft, wo auch im März des nächsten Jahres die Weltmeisterschaften stattfinden.

Regeln und Historie

Ein Curling-Team besteht aus vier Spielern. Pro Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Ein Spiel dauert zehn Durchgänge (Ends). Pro Durchgang hat jeder Spieler zwei Steine. Die Steine werden abwechselnd von den Teams gespielt und nach 16 Steinen ist ein Durchgang beendet. Den Durchgang hat das Team gewonnen, dessen Stein der Mitte der Zielzone, Tee genannt, am nächsten liegt. Für jeden weiteren Stein, der näher an der Mitte als der nächst- gelegene gegnerische Stein liegt gibt es zusätzliche Punkte. Steht es nach zehn Durchgängen unentschieden, werden Zusatz- Ends gespielt bis eine Mannschaft einen Vorsprung hat.
Charakteristisch für diese Sportart sind die zwei wischenden Teamkameraden, die den aus der Ausführungszone in Richtung Ziel abgestoßenen Stein in der Wischzone mit ihren Curlingbesen begleiten. Sinn der Übung ist die Gleitweise des Steins zu verändern. Kleine Wassertropfen auf der Eisoberfläche sorgen durch Gefrieren für eine rauhere Oberfläche. Durch das Wischen kann man die Oberfläche zeitweise zum Schmelzen bringen und so die Gleiteigenschaften verändern.
Einer der vier Spieler, der Skip (Teamchef), bestimmt die Strategie, das heißt, er legt fest, wie der Stein in Bezug auf die Lage eigener und gegnerischer Steine gespielt werden soll und wie dies durch Wischeinsatz unterstützt wird.
Ursprünglich war dieses Mannschafts-Zielspiel auf Eis ein schottisches Freizeitvergnügen, wurde schon im 16. Jahrhundert gespielt und gelangte in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch Briten in die Schweiz, wo es zum Volkssport vancierte und sich allmählich über fast ganz Europa verbreitete. Seinen Namen hat das Spiel daher, daß der Stein beim Abstoßen in eine Drehung (engl.: curl) versetzt wird. Wie populär Curling schon vor über 300 Jahren in Schottland gewesen sein muß, beweist auf originelle Art eine von der strenggläubigen Presbyterianer-Gemeinde in Glasgow erhobene Anklage. Dem Bischof Graham von Orkney wurde schrecklicher Frevel vorgeworfen. Er habe selbst an Feiertagen mit seinen Freunden dem Curling gefrönt: "He was a curler on ice on the Sabbath!"

Verbände:

WCF - World Curling Federation, München
DCV - Deutscher Curling Verband, Rosenheimer Str. 143a, D-81671 München;
Tel.: +49 (0) 89-49 91 86 86, Fax: +49 (0) 89-49 91 86 86
http://www.curling-dcv.de


SCV - Schweizerischer Curlingverband, c/o Confidia AG, Grabenstraße 14,CH-6300 Zug
Tel.: +41 (0) 7-11 15 21, Fax: +41 (0) 7-10 16 35
http://www.curling.ch

 

 
 
 
 
 
 
 


 

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