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Eisangeln
ist in Schweden eine sehr beliebte winterliche Freizeitbeschäftigung. Denn
hier sind nicht nur die extremen winterlichen Bedingungen für das Eisangeln
interessant, sondern gerade auch die Fangmethoden. Mit dem Motorschlitten oder
auf Skiern erreichen die Eisangler ihre Reviere. Dort bohren
sie mit Spezialbohrern kleine kreisrunde Löcher in das meterdicke Eis der
Seen und Flüsse. Und sitzen auf mitgebrachten Rentierfellen, die kurze Pilk-Angelrute ruckartig bewegend, um so z.B. einen Saiblingsschwarm zu überlisten.
Eisfischen
- Kein Anglerlatein
Können sie sich vorstellen, durch die dicke Eisdecke eines zugefrorenen
Sees einen kapitalen Fisch zu fangen? Unmöglich? Nicht in Canada! Im Winter
sind überall auf den zugefrorenen Seen, Flüssen und Teichen kleine
Holzhäuschen zu sehen. Das Wichtigste in ihrem Inneren: ein Loch im Eis
zum Fischen und ein kleiner Holzofen für wohlige Wärme. Je nach Gegend
lassen sich bis zu einem Dutzend verschiedene Fischarten so fangen, ob Heilbutt,
Hecht oder Forelle. Nur etwas länger kann es schon dauern. Darum gehören
eine heiße Suppe und ein deftiger Eintopf zur Grundausstattung des Eisfischers.
Und wer mit guten Freunden eine Hütte draußen auf dem Eis teilt,
dem wird es in fröhlicher Runde bestimmt nicht kalt.
Detailinformationen
Das
Eisangeln ist eine spezielle Form des Angelsports und freut sich besonders in
Skandinavien großer Beliebtheit. Während sich diese Disziplin in Deutschland
auf den Freizeitbereich beschränkt, finden in Skandinavien große
Eisangelwettbewerbe statt, an denen oft mehrere tausend Menschen teilnehmen.
Mit den speziellen Bedingungen, die beim Eisangeln gelten, sollte sich der Angler
auskennen. Zum Beispiel bewegen sich die Fische weniger als in der übrigen
Jahreszeit, fressen reduziert und haben einen Stoffwechsel, der auf ein Minimum
beschränkt ist. Die Fische halten sich vor allem im tieferen, wärmeren
Teil des Wassers auf, der durch die sogenannte Sprungschicht von der oberen
kälteren getrennt ist. Eine der wichtigsten Aufgaben besteht für den
Angler darin, mit Hilfe von Gewässerkarten, Lotblei und Thermometer die
Sprungschicht zu ermitteln, Vertiefungen am Grund und wärmere Temperaturbereiche
ausfindig zu machen. Der Angler begibt sich auf das zugefrorene Eis, das auf
keinen Fall weniger als fünf Zentimeter dünn sein darf. Er bohrt oder
schlägt ein Loch in die Eisdecke, das groß genug sein muss, um einen
Fisch herauszuziehen (ungefähr zwanzig Zentimeter Durchmesser). All das
sollte möglichst geräuscharm geschehen, um die Fische nicht zu vertreiben.
Die Löcher müssen nach dem Angeln aus Sicherheitsgründen markiert
und gesichert werden. Der Angler sollte gut darauf achten, dass er selbst nicht
friert und sich und sein Material ausreichend gegen die Kälte schützt.
Wenn alle Vorkehrungen getroffen sind, fehlt nur noch das Wohlwollen des Schutzpatron.
Petri Heil
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