EISHOCKEY
 
Disziplinen:
Wird als Mannschaftssport mit jeweils sechs Spielern zweier gegnerischer Mannschaften auf dem Eis ausgeübt.

Als Mutterland des Eishockey-Sports gilt Kanada. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts spielten britische Soldaten im Hafen von Kingston mit einem Schläger und einem Ball, der später durch eine Hartgummischeibe, den sogenannten Puck, ersetzt wurde. Indem sie Bestimmungen aus dem Feldhockey und dem Rugby kombinierten, schufen W. Robertson und R. Smith, zwei Studenten der McGill-University in Montreal, die ersten Regeln. Damals bestand eine Mannschaft noch aus neun Spielern. Heute bestehen Eishockey-Mannschaften aus 23 Spielern, von denen jeweils sechs auf dem Eis sind und versuchen, den Puck ins gegnerische Tor zu befördern.

Gemäß ihrer langen Eishockeytradition waren die Kanadier über Jahrzehnte mehr oder weniger unbesiegbar auf dem Eis. Doch in den fünfziger Jahren begann der Aufstieg des Eishockey-Sports in der damaligen UdSSR, der mit einem sensationellen Olympia-Debüt in Cortina seinen ersten Höhepunkt fand und einen unvergleichlichen Siegeszug nach sich zog. Die Russen waren bald die stärksten Gegner für Kanada und lösten dort heftige Proteste aus, weil die Kanadier aufgrund einer olympischen Bestimmung ihre Profis nicht einsetzen konnten und sich benachteiligt fühlten. Dieser Zwist führte soweit, dass Kanada acht Jahre lang offizielle internationale Turniere boykottierte.

Schon lange vor Olympia und den Streitigkeiten zwischen den einzelnen Ländern, fanden erste Wettkämpfe auf nationaler sowie auf internationaler Ebene statt, und bereits 1894 wurde um die noch heute begehrteste Vereinstrophäe des Eishockeysports, den sogenannten Stanley-Cup, gespielt.
Die bekannteste Profiliga der Welt, die NHL (National Hockey League), wurde im Jahr 1917 gegründet.
Seit den olympischen Winterspielen in Nagano 1998 ist Eishockey auch für Frauen olympische Sportart.

Der Eishockey-Sport wird außerhalb der Profi-Liga auch als Breitensport immer beliebter und Interessierte sollten heute keine Schwierigkeiten mehr haben, einen Verein in ihrer Gegend zu finden.

Regeln und Historie

So wie England als Mutterland des Fußballs gilt, sagt man Kanada das Gleiche fürs Eishockey nach. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts spielten britische Soldaten im Hafen von Kingston mit einem Schläger und einem Ball, der zehn Jahre später durch einen Puck ersetzt werden sollte. Der erste Eishockey-Klub der Welt war der McGill University Hockey Club in Montreal. Bereits in der Spielzeit 1893/94 wurde um den Stanley-Cup gespielt, der heute als begehrteste Vereinstrophäe der Welt gilt. Bis zur Gründung der National Hockey League (NHL) dauerte es allerdings noch ein wenig.
1917 nahm sie ihren Spielbetrieb als erste Profiliga der Welt auf, startberechtigt waren Teams aus Kanada und den USA. Schon 1911 wurde die erste Europameisterschaft ausgespielt, die von England gewonnen wurde, erster Weltmeister (und gleichzeitiger Olympiasieger) war Kanada, das 1920 in Antwerpen siegreich war.
Anfang der 20er Jahre hatte sich das Eishockeyspiel soweit durchgesetzt, ähnliche Varianten wie "Bandy", "Hurling" oder "Shinney" wurden immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Die heute als eine der großen Eishockey-Nationen geltende russische Mannschaft trat erstaunlich spät auf den Plan. Die damalige Union der sozialistischen Sowjet Republiken (UDSSR) gewann 1954 die Weltmeisterschaft und nur zwei Jahre später wurde sie Olympiasieger.

Der Internationale Eishockeyverband (IIHF - International Ice Hockey Federation) hat seinen Sitz in der Schweiz (Zürich). Im Gründungsjahr 1908 hieß der Verband noch LIHG (Ligue Internationale de Hockey sur Glace - Internationale Liga für Hockey auf Eis), Gründungsort war Paris.
Der Grundgedanke des Spiels liegt darin, eine 156 bis 170 Gramm schwere Hartgummischeibe, genannt Puck, in ein 1,83 Meter breites und 1,22 Meter hohes Tor zu schießen. Dies geschieht mittels eines Schlägers, dessen Maße auch genau festgelegt sind. Die Länge ist 1,52 Meter, die unten angebrachte Schaufel hat eine Breite von 5 bis 5,7 Zentimetern und eine Länge von 32 Zentimetern.

Das Spielfeld mit einer Gesamtlänge von 60 bis 61 Metern und einer Breite von 29 bis 30 Metern ist in drei Zonen unterteilt. Die mittlere (neutrale) Zone ist durch die Mittellinie geteilt. Die Trennung der neutralen Zone von den Angriffs- bzw. Verteidigungszonen wird durch eine blaue Linie markiert.

Das Spiel wird mit einem Bully (der Hauptschiedsrichter wirft den Puck zwischen zwei Spieler) eröffnet. Es befinden sich pro Mannschaft maximal sechs Akteure auf dem Eis: ein Torwart (der im Bedarfsfalle auch durch einen Feldspieler ersetzt werden kann), zwei Verteidiger und drei Stürmer. In der Regel werden Stürmer und Verteidiger immer im Verbund (genannt Blöcke, Reihen oder Linien) ausgewechselt. Fliegende Wechsel sind möglich.
Die Spielzeit (netto) beträgt 60 Minuten, aufgeteilt in 3 x 20 Minuten. Der Hauptschiedsrichter wird von zwei Linienrichtern assistiert, außerdem gibt es hinter jedem Tor einen Torrichter. Fouls werden mit einer Strafe von mindestens zwei Minuten geahndet, Fouls mit Verletzungsfolge mit fünf Minuten. Bei schwerwiegenden Vergehen kann eine Disziplinarstrafe von 10 Minuten verhängt werden oder gar eine Matchstrafe.
Wenn ein Spieler mittels eines Fouls an einer Torchance gehindert wird, so bekommt die benachteiligte Mannschaft einen Penalty zugesprochen. Das bedeutet, dass der gefoulte Spieler alleine auf den Torhüter zulaufen darf, ohne von einem Verteidiger gestört zu werden. Auch wenn es beim Eishockey zu einer erzwungenen Entscheidung kommen muss (vergleichbar mit dem Elfmeterschießen beim Fußball), kommt es zum Penaltyschießen.

Verbände:

IIHF - International Ice Hockey Federation, Parkring 11, CH-8002 Zürich;
Tel.: +41 (0) 1-289 86 00, Fax: +41 (0) 1-286 86 22
http://www.iihf.com

DEB - Deutscher Eishockey-Bund e.V., Betzenweg 34, D-81247 München
Tel.: +49 (0) 89-81 820, Fax: +49 (0) 89-81 82 36
http://www.deb-online.de

OEHV - Österreichischer Eishockeyverband, Prinz Eugenstr. 12, A-1040 Wien
Tel.: +43 (0) 1-505 73 47, Fax: +43 (0) 1-503 16 48
http://www.eishockey.at

SEHV - Schweizerischer Eishockeyverband, CH-8062 Zürich
Tel.: +41 (0) 1-306 50 50
http://www.sehv.ch

 

 
 
 
 
 
 
 


 

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