|
Der
Rodelsport kann vor allem in den Alpenländern und in den deutschen und
böhmischen Mittelgebirgen auf eine lange Tradition zurückblicken.
Über Jahrhunderte benutzten Bauern Schlitten, um im Winter Holz, Heu sowie
Geräte transportieren zu können. Als sportliche Disziplin fand das
Rodeln in der Schweiz seine Premiere. Englische Kurgäste fuhren dort Mitte
des 19. Jahrhunderts erste "Schlittenrennen".
Das heutige
Rennrodeln entwickelte sich aus den in St. Moritz gängigen Skeletonrennen,
die dort zweimal olympisch waren. Die Schweiz zählt auch heute noch neben
Deutschland, Österreich, Italien (Südtirol) und den Ländern der
ehemaligen Sowjetunion zu den Rodel-Hochburgen. Seine olympische Premiere sollte
der Rennrodelsport eigentlich 1960 in Squaw Valley feiern, was jedoch daran
scheiterte, dass die Veranstalter sich weigerten, eine Bob- und Rodelbahn zu
bauen. Sie begründeten dies mit Kostengründen und der Tatsache, dass
in einer Umfrage eine zu geringe Beteiligung an den Bob- und Rodel-Disziplinen
ermittelt worden war. Somit wurde Rodeln erst 1964 in Innsbruck mit den heute
noch üblichen Wettbewerben Einsitzer für Frauen und Männer und
Doppelsitzer Männer olympisch.
Bis 1962 wurden die Rodel bei Wettbewerben noch mit einer Steuerstange in die
richtige Richtung gelenkt. Nach Abschaffung dieses Hilfsmittels erfolgt die
Steuerung heute lediglich durch Gewichtsverlagerung und Schenkeldruck der rücklings
auf dem Schlitten liegenden Sportler. Der Schlitten darf gewisse Maße
und ein Gewichtslimit von 27 kg nicht überschreiten. Die Bekleidung des
Rodlers muss vollständig der Körperform angepasst sein. Zusätzlich
besteht Helmpflicht. Sollte ein Sportler das höchste zulässige Körpergewicht
nicht erreichen, so darf er Bleiwesten tragen, um den Druck und in Folge die
Geschwindigkeit zu erhöhen.
Regeln
und Historie
Der Rodelsport
kann vor allem in den Alpenländern und in den deutschen und böhmischen
Mittelgebirgen auf eine lange Geschichte zurückblicken. Über Jahrhunderte
benutzten Bauern Rodel, um Holz, Heu und Geräte im Winter transportieren
zu können. In einem Trachtenbuch aus dem Jahre 1532 ist erstmals der Begriff
"Rodeln" erwähnt. 1727 veranstaltete August der Starke ein "Damen-Paradeschlitten-Rennen"
in Dresden, als sich der Preußenkönig zu einem Besuch anmeldete.
In Davos fand 1883 das erste internationale Renne statt, bei dem sich Teilnehmer
aus Australien, England, Holland, der Schweiz und Deutschland auf die vier Kilometer
lange Strecke begaben.
Nachdem sich 1911 der Deutsche Rodelverband konstituierte, wurde zwei Jahre
später gemeinsam mit Österreich und der Schweiz der internationale
Schlittensportverband ins Leben gerufen. Von diesem Verband wurden 1914 die
ersten Europameisterschaften ausgetragen. Schon damals gab es Wettbewerbe sowohl
im Einsitzer als auch im Doppelsitzer. Deutsche Meisterschaften gibt es seit
dem Jahr 1912. Weltmeistertitel wurden erstmals 1955 ausgefahren und im olympischen
Programm stand das Rennrodeln ab den Winterspielen 1964 auf der Innsbrucker
Kunsteisbahn.
Das Sportgerät: Der Schlitten darf nicht länger als 1,35 m und nicht
breiter als 55 cm sein und nicht mehr als 23 kg (Doppelsitzer: 27 kg) wiegen.
Die Bekleidung des Rodlers muss vollständig der Körperform angepaßt
sein. Zusätzlich besteht Helmpflicht.
Der Wettkampf: Im Einsitzer fahren die Rodler vier Rennen (beim Doppelsitzer
zwei), wobei die Zeiten die addiert werden. Gewonnen hat der- oder diejenige,
der am Ende die niedrigste Gesamtzeit
NATURRODELN
Hier wird auf natürlich befestigten Bergstrecken gerodelt. Da der Kurvenverlauf
nicht so exakt wir auf einer erbauten Rodelstrecke ist, gilt diese Sportart als
sehr anspruchvoll und teilweise auch gefährlicher.
Verbände:
FIL - Fédération
Internationale de Luge de Course, Rathausplatz 9, D-83471 Berchtesgaden
Tel.: ++49 (0) 8652-669 60, Fax: +49 (0) 8652-669 69
http://www.fil-luge.org
BSD - Bob- und Schlittenverband für Deutschland, An der Schießstätte
6, D-83471 Berchtesgaden
Tel.: +49 (0) 8652-9 58 80, Fax: +49 (0) 8652-95 88 22
http://www.bsd-portal.de
Österreichischer Rodelverband, Haus des Sportes Tirol, Resselstraße
30, A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 664-122 95 32, Fax: +43 (0) 512-57 99 94
SBSV - Schweizerischer Bobsleigh-, Schlittel und Skeleton-Sportverband, Postfach,
CH-8032 Zürich
Tel.: +41 (0) 1-397 10 95, Fax: +41 (0) 1-397 10 98
http://www.sbsv.ch
Rodeln in Oberaudorf -
Längste Flutlichtrodelbahn Deutschlands.
|